Pfotenduft
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                                                                                                 Sonntag, den 10.09.2017

Zwei intakte Rüden: Gegenseitig poppen, statt sich zu verkloppen

Ein Herz und eine Seele

Anfang 2015 zog James bei uns ein. Ein sehr charmanter Cavalier King Charles Spaniel im zarten Alter von drei Monaten. Mit seinen großen Kulleraugen wickelte er uns auf der Stelle um den Finger. Auch George war von Anfang an begeistert von dem kleinen Kerl, endlich war wieder was los in der Bude! Und so wurde nicht nur viel gespielt, sondern von Anfang an auch viel gekuschelt. George hatte sowieso keine andere Wahl, denn James kuschelte sich einfach an ihn oder tapste über ihn hinweg und ließ sich plumpsen, wo es ihm gerade in den Sinn kam. Oft war das genau über George :-)

George und James - ein Herz und eine Seele

Die Sache läuft aus dem Ruder

Sehr süß war das damals. Und es ging auch längere Zeit alles gut. So lange, bis James auf die Pubertät zusteuerte. Irgendwie muss er dadurch angefangen haben, für George doch recht attraktiv zu riechen. Denn der war plötzlich bis über beide Ohren in den kleinen Kerl verliebt. Ständig wollte er bei James aufreiten und ständig starrte er ihn mit großen, geweiteten Pupillen an. Wenn James döste oder schlief, dann saß George oft vor ihm, kam überhaupt nicht zur Ruhe und hechelte die ganze Zeit. Auch nachts. An Schlaf war deshalb oft weder für ihn noch für uns zu denken. 

 

Das Gerammel untertags ließ sich zwar unterbinden, denn wenn man George sagte, er solle es lassen, dann ließ er es bleiben. Aber das änderte leider nichts daran, dass der arme Kerl selbst gar nicht mehr zur Ruhe kam und dadurch ständig unter Stress stand. Kein Zustand auf die Dauer. Ich durchforstete das Internet nach Erfahrungen anderer Rüdenhalter. Und ich fand dazu nichts, absolut gar nichts. Wenn es Probleme zwischen Rüden gibt, dann wohl eher solche, dass sie sich gegenseitig an die Gurgel gehen (wollen). Nun... davon waren wir wohl meilenweit entfernt... Und Gerammel gibt es nur dann, wenn einer der beiden kastriert ist, mehr ließ sich bei meiner Recherche nicht herausfinden.

 

Nach Rücksprache mit unserer Tierärztin beschlossen wir also, George einen Hormonchip setzen zu lassen. Wir hofften, dass James bis zum Ende der Wirkzeit durch die Pubertät durch wäre und George kein sexuelles Interesse an einem "fertigen Rüden" entwickeln würde. Und so folgten einige sehr entspannte, ruhige und harmonische Monate. Bis... ja, bis der Chip nach und nach seine Wirkung verlor. 

Wir haben uns ja soooooooo lieb!

Die Sache läuft noch mehr aus dem Ruder

Alles fing recht harmlos an, steigerte sich dann aber von Woche zu Woche. Und das Schlimme war, dass das sexuelle Interesse nun von beiden ausging. Entweder poppte George James oder umgekehrt. Wir versuchten alles. Von ignorieren über striktes und konsequentes unterbinden, aber es änderte sich nichts. Die Hoffnung, dass sich alles irgendwann einspielen würde, sank immer mehr.

 

Wenn der Hormonchip seine Wirkung verliert, dann kann das nochmals zu einem vermehrten Auftreten von rüdentypischen Verhaltensweisen führen. Also wollten wir natürlich noch etwas abwarten. Aber das führte zu nichts, außer, dass der Unmut bei uns und der Stress für unsere beiden Buben von Woche zu Woche größer wurde. Dazu kam, dass beide wieder nicht zur Ruhe kamen, sich ständig gegenseitig Öhrchen und Gesicht beleckten und dadurch kaum Schlaf fanden. Außerdem wollten sie beide nicht mehr richtig fressen und verloren zusehends an Gewicht. 

 

Mittlerweile hatten wir außerdem auch Sorge, dass das Gerammel in erlerntes Verhalten übergehen würde. Bei sexuellen Handlungen wird Dopamin ausgeschüttet, die sogenannte "Selbstbelohnungsdroge". Das fühlt sich für den Hund toll an, das will er immer wieder haben. In unserem Fall haben sich George und James dieses tolle "Feeling" also immer und immer wieder durch das gegenseitige Rammeln geholt. Dopamin spielt eine wichtige Rolle bei Suchterkrankungen. Süchtige Rammler wollten wir aber auf keinen Fall haben, im Gegenteil, das alles sollte - zum Wohl unserer beiden Jungs - endlich aufhören!

 

Also stand mal wieder ein Besuch bei unserer Tierärztin an. Wir wollten mit ihr über die Möglichkeit einer Kastration sprechen. Da diese nicht mehr rückgängig gemacht werden kann, riet sie uns dazu, erstmal beide Hunde chippen zu lassen und zu sehen, wie sich das ganze entwickelt. Bevor wir also endgültig entscheiden mussten, gab es einen Probelauf. Und dieser verlief ausgesprochen gut.

George und James mit ihren OP-Bodys nach der Kastration

Die Entscheidung ist gefallen...

Natürlich dauerte es einige Zeit, bis die Hormonchips wirkten, aber dann kehrte endlich wieder Ruhe ein! Kein Gerammel mehr, kein fiepsen, keine geweiteten Pupillen, kein gestresstes Hecheln, sogar der Appetit kehrte alsbald wieder zurück! Und unsere beiden Jungs verstanden sich prächtig. Endlich konnten sie wieder unbefangen miteinander spielen, ohne, dass das Ganze gleich in wildem Gepoppe endete. Und sie konnten schlafen, eng aneinander gekuschelt selig schlafen. 

 

Und da das alles endlich wieder so gut lief, entschieden wir uns, noch vor dem Ende der Wirkungsdauer der Hormonchips, die beiden ihrer Eierchen zu berauben. Eine Kastration war das, was ich nie haben wollte. Und was, wenn man George und James einzeln betrachtet, auch nie hätte sein müssen. Beide ließen sich immer ohne Widerworte von Hundedamen-Pipistellen abrufen, auch wenn noch so wild geschmatzt wurde. Beide ließen sich auch problemlos davon abhalten, läufigen Hündinnen hinterherzulaufen. Aber die beiden miteinander... ein kleiner Super-GAU... 

 

Die Kastration war Weihnachten 2016, alles ist anschließend gut verheilt und es gab keinerlei Komplikationen. Insgesamt betrachtet haben wir unseren Schritt nicht bereut. James hat zwar leider ein ordentliches Welpenfell entwickelt, aber dafür geht es den beiden, was ihr "Gefühlsleben" betrifft, richtig gut. Das Zusammenleben gestaltet sich sehr harmonisch, die beiden sind die dicksten Kumpels und abends im Bett wird feste gekuschelt - mittlerweile rein platonisch, versteht sich! :-)

 

Ihr habt auch solche oder ähnliche Erfahrungen mit euren Rüden gemacht? Dann freue ich mich über eure Kommentare!

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                                                                                                 Sonntag, den 13.08.2017

Erfahrungsbericht: Tractive® GPS Tracker

GPS Tracker? Wozu soll mein Hund das brauchen?

Wer auf Facebook aktiv ist, dem fallen sie immer wieder auf: viele, viele Posts mit Fotos von vermissten Hunden. "Mein Hund hört doch, wenn ich ihn rufe, der läuft doch nicht weg!" mögen jetzt garantiert einige von euch denken. Das ist wahr, unsere beiden Jungs sind auch noch nie weggelaufen und kommen sofort, wenn man sie ruft. Aber "Weglaufen" findet aus den unterschiedlichsten Gründen und Motivationen statt. Und selten haben sie etwas mit mangelndem Gehorsam zu tun.

 

Der eine ist jagen gegangen und kam nicht mehr zurück, der andere hat sich furchtbar erschrocken und ist in Panik davon, wieder ein anderer wurde von einem Auto erfasst und ist geflüchtet oder ein anderer Hund hat ihn vertrieben oder, oder, oder. Weglauf-Gründe gibt es viele, aber alle haben eins gemeinsam: Der Hund ist nun erstmal weg und die Sorge bei Herrchen und Frauchen riesengroß. Für mich wäre es jedenfalls die absolute Katastrophe, wenn George oder James nicht mehr auffindbar wären. 

George (Schulterhöhe 34 cm) und sein Tractive® am Halsband

Ist der Hund ohne Leine weg gerannt, dann ist das auf jeden Fall eine bessere Ausgangssituation, als wenn er mit einer Leine abhanden gekommen wäre. Das aber kann bei jagdlich motivierten Hunden, die an der Schleppleine laufen, recht schnell passieren. Nicht immer bekommt der Besitzer den Fuß schnell genug auf die Leine, um ihn am wegrennen zu hindern. Aber auch ängstliche Hunde, die in einem unachtsamen Moment erschrecken und dem Besitzer die Leine aus der Hand reißen, sind dann mit dieser im Schlepptau unterwegs.

 

Hunde, die mit einer Leine an Geschirr oder Halsband verloren gehen, haben schlechtere Karten, sich alleine durchzuschlagen oder einfach nach Hause zu laufen. Denn eine Leine kann sich z.B. im Wald oder auch in einem Feld verfangen. Und dann hängt der Hund und kann sich selbst nicht mehr befreien. Fatal, vor allem bei den derzeitigen Temperaturen. Der Hitze ausgeliefert und ohne Chance, sich irgendwo Kühlung und vor allem Wasser zu beschaffen. 

 

Egal, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen der Hund nicht mehr da ist -  jetzt wäre es definitiv von Vorteil, er würde einen GPS Tracker tragen. Und deswegen haben George und James auch einen, immer am Halsband, immer dabei, wenn wir mit den beiden unterwegs sind. Sicher ist sicher, denn der Teufel ist manchmal ein Eichhörnchen... 

Das ist aber teuer! 

... mag der ein oder andere denken, wenn er sich auf der Website des Tractive®-Herstellers umsieht. Und ehrlich gesagt, war das auch mein erster Gedanke. Denn es muss ja nicht nur das Gerät angeschafft werden, sondern es fallen auch Mobilfunkgebühren an. Der Tracker funktioniert zum einen über GPS, zum anderen benötigt er aber auch das Mobilfunknetz, um mit der App und mit der Tractive-Website kommunizieren zu können. Anhand der App, aber auch anhand der Website kann der Besitzer sehen, wo sich sein Tier gerade aufhält bzw. die letzten 24 Stunden aufgehalten hat.

Anzeige auf dem PC - George und James sitzen zuhause (kleine Abweichung, weil sich der Tracker in einem Gebäude befindet)

Wir haben uns, da wir kleine Hunde haben und uns die Farbe schwarz besser gefällt, gleich für den Tractive® GPS2 entschieden. Er ist relativ klein (48x34x17 mm) und wiegt nur 29 Gramm. Das Gerät an sich kostet 79,99 Euro und ist für Tiere ab 3,5 kg geeignet. Dazu kommen die Mobilfunkgebühren, die sich je nach Variante auf 3,75 Euro oder 4,16 Euro pro Monat belaufen. Diese Gebühren werden alle zwei Jahre als Gesamtbetrag fällig, das wären dann also 89,90 Euro oder 99,90 Euro für jeweils zwei Jahre. Wichtig zu wissen ist, dass dieser Service jederzeit unterbrochen und wieder aktiviert werden kann. Es geht also kein Geld verloren, wenn man den Tracitve® nicht rund ums Jahr nutzen möchte.

Wie funktioniert das denn mit der App / Website?

Zunächst muss man sich die kostenlose App auf's Handy laden und den Tractive® am PC aktivieren. Wer mehrere Hunde hat, so wie ich, kann diese natürlich auch alle dort hinterlegen. Das ist total nett gemacht, weil man die Möglichkeit hat, Bilder seiner Hunde zu hinterlegen, so dass man sich die jeweilige Position mit einem kleinen Portrait anzeigen lassen kann s. Bild oben, Anzeige am PC). Die Registrierung an sich und die Zuordnung der einzelnen Haustiere ist total simpel und selbsterklärend. Und auch andere Familienmitglieder können sich die App auf ihr Smartphone laden, so dass immer alle Zugriff darauf haben, wo sich der geliebte Vierbeiner gerade aufhält. Und dann kann es auch schon losgehen! 

Anzeige des 24h-Verlaufs während unseres Urlaubs in Österreich

Der Tracker sendet regelmäßig die aktuelle Position an App und Website (laut Hersteller alle 5 bis 60 Minuten, je nach Bewegungsmuster des Tieres). Diese Punktmeldungen verbindet er miteinander, so dass die Strecke, die man auf App und Website angezeigt bekommt, nicht genau den Wegen entspricht, die der Hund tatsächlich gelaufen ist. Das dient dazu den Akku zu schonen und wenn man mit seinem Hund gemeinsam unterwegs ist, benötigt man ja auch keinen exakten Verlauf.

 

Ist der Vierbeiner abhanden gekommen, hat man die Möglichkeit, auf Live-Tracking umzuschalten und kann ihn so an seinem Handy in Echtzeit orten. Damit weiß ich dann ganz genau, wo sich mein Hund aufhält. Aber Achtung, eine kleine Einschränkung gibt es: in Häusern oder auch an Orten, an denen eine starke Abschirmung stattfindet (z.B. im dichten Wald oder zwischen hohen Gebäuden), kann das Signal etwas ungenau werden. Dies liegt in der "Natur" der GPS-Ortung, welche über mehrere Satelliten erfolgt. Auch wenn der Himmel stark bewölkt ist, kann es dabei zu Einschränkungen kommen. Aber zumindest weiß ich dann, in welchem Bereich mein Hund unterwegs ist und wo es daher Sinn macht, nach ihm zu suchen. So geht keine wertvolle Zeit verloren und der schmerzlich vermisste Vierbeiner ist hoffentlich schnell wieder da, wo er hingehört: Zuhause und in den Armen seiner Besitzer! 

Fazit: klare Kaufempfehlung!

Ich bin mit dem Tractive® rundum zufrieden! Mein Mann übrigens auch. Eigentlich hatten wir die Tracker nur für unseren Österreich-Urlaub angeschafft. Denn der absolute Super-GAU wäre es für uns gewesen, wenn

George oder James im Ausland abhanden gekommen wäre. Passiert ist das natürlich zum Glück nicht, aber wie ich bereits weiter oben schrieb: der Teufel ist ein Eichhörnchen! Auch zuhause tragen George und James deshalb jetzt bei den Gassirunden ihren Tractive®, welcher übrigens einfach am Halsband festgeklemmt werden kann. Wie gesagt, der Rückruf funktioniert und sie sind noch niemals weg gelaufen, aber der Tracker gibt uns einfach das Gefühl, im Falle eines Falles (der hoffentlich nie eintritt!) bestmöglich auf diese Situation vorbereitet zu sein. 

 

Was der Tracker allerdings niemals sein sollte, ist ein Freifahrtschein für Hunde, die jagen gehen und / oder nicht hören, so nach dem Motto "Ach, damit finde ich ihn ja auf jeden Fall wieder". Die Erziehung steht an oberster Stelle und darf auch mit Tracker keinesfalls vernachlässigt werden! Alles andere wäre verantwortungslos und unfair dem geliebten Vierbeiner gegenüber. 

 

Ihr überlegt auch, euch einen Tractive® anzuschaffen und habt dazu noch Fragen? Oder habt schon einen und möchtet von euren Erfahrungen berichten? Dann immer her damit in den Kommentaren, ich freue mich darauf! 

 

Am Sonntag, den 20. August 2017 findet ihr hier dann den nächsten Blog-Artikel.

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Kommentare

  • Nicole Holzschneider (Dienstag, 15. August 2017 19:49)

    Hi Antje,
    danke für Deinen Artikel über den GPS-Tracker Tractive®. Ist das Teil eigentlich wasserdicht?
    Beste Grüße
    Nicole

  • Antje Taube (Pfotenduft) (Mittwoch, 16. August 2017 09:24)

    Hallo Nicole,
    ja, der Tractive® ist wasserdicht. Unsere Jungs schwimmen zwar nicht, aber wir waren schon oft bei starkem Regen unterwegs, das war alles überhaupt kein Problem.
    Viele Grüße,
    Antje

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Sonntag, den 06.08.2017

Sommer, Sonne, Kühlung!

Draußen unterwegs

Anfang August, mitten im Sommer, was könnte da passender sein als ein paar tolle Tipps, um euren Hunden die Wärme erträglicher zu gestalten! Natürlich sollte man bei hohen Temperaturen die großen Gassirunden auf die kühlen Morgen- oder Abendstunden legen. Ein Ausflug an einen Bach bringt ebenfalls Abkühlung, wenn der Hund gerne ins Wasser geht. Und im Wald ist es durch den Schatten der Bäume oft auch erträglicher, als auf freiem Feld. Aber was hat man sonst noch für Möglichkeiten, zuhause beispielsweise? Was, wenn es in der Wohnung oder im Haus immer wärmer und wärmer wird, weil es draußen auch nachts nicht mehr unter 20 Grad abkühlt?

Hundepool

Wer einen Balkon oder Garten hat, für den bieten sich die mittlerweile in fast jedem Haustier- oder Onlineshop erhältlichen Hundebecken an. Diese werde, anders als das bei Kinderplanschbecken der Fall der ist, nicht aufgeblasen. Das Material würde kratzenden Hundekrallen vermutlich auch nicht allzu lange standhalten. Deshalb gibt es spezielle Becken für unsere Fellnasen. Diese haben einen rutschhemmenden, stabilen Boden. Außerdem bestehen die Seitenwände aus einzelnen Platten, die mit einem wasserfesten Material überzogen sind. Diese „Konstruktion“ lässt sich so zum einen platzsparend zusammenfalten, zum anderen ist das Becken innerhalb weniger Sekunden einsatzbereit. Natürlich befindet sich in einem der Seitenteile ein Ventil, so dass das Wasser nach der willkommenen Abkühlung problemlos abgelassen werden kann. 

James hat sein Planschbecken aufgebaut

Kühlmatten

Aber auch ohne Planschvergnügen kann man seinem Hund Erleichterung verschaffen. George und James wandern an warmen Tagen immer wieder zwischen Sofa und kühlen Fliesen hin und her. Es gibt aber auch diverse Matten für Tiere, auf die sie sich legen und so ihre Körpertemperatur etwas herunter kühlen können. Diese Matten gibt es in zwei verschiedenen Ausführungen:

 

Die einen muss man für eine bestimmte Zeit in Wasser legen (Angaben auf dem Produkt-Etikett beachten!). Sie enthalten ein Granulat, das das Wasser aufnimmt, wodurch ein kühlendes Gel gebildet wird. Dadurch wird die Matte außerdem weicher und etwas dicker. Vollgesogen ist sie dann natürlich aber auch recht schwer, außerdem ist der Bezug feucht, was sich auf Holzboden bestimmt nicht sehr gut macht. Die Kühlwirkung hält bis zu fünf Tage an, dann muss die Matte wieder ins Wasser. Wir haben zwei Stück gekauft, allerdings werden sie von unseren Jungs bisher leider nicht benützt, sie legen sich lieber auf die kühlen Fliesen. 

Links eine selbstkühlende Matte, rechts eine mit Kühlung durch Wasser

Eine andere Art Matten funktionieren ohne weitere Kühlung durch Wasser oder Strom, haben also eine selbstkühlende Wirkung. Diese entfaltet sich durch Körperkontakt. Legt sich der Hund darauf, hilft diese also ebenfalls bei der Regulierung der Körpertemperatur. Allerdings hält dieser  Effekt, je nach Außentemperatur, „nur“ mehrere Stunden an. Bei höherer Umgebungstemperatur – und damit meine ich nicht heiß – hält diese Wirkung aber nicht lange an, da kann auch schon nach einer halten, dreiviertel Stunde Schluss mit Kühlung sein. Auch diese Matte wird von unseren beiden Buben leider nicht angenommen.

 

Die Inhaltsstoffe beider Mattenarten sind für Hunde ungiftig. Es kann also nichts passieren, wenn sie angenagt und etwas vom Innenleben aufgenommen wird. Wenn ihr die Matten in der Autobox benutzt, dann denkt bitte daran, dass sich euer Hund der kühlenden Wirkung, sollte er das wollen, nicht entziehen kann!

Kühlendes Handtuch?

Auch durch ein feuchtes Handtuch, das man über den Hund legt, kann man kurzzeitig für Kühlung sorgen. Allerdings besteht hier die Gefahr der Stauwärme unter dem Tuch. Euer Hund muss also jederzeit die Möglichkeit haben, sich dem Handtuch zu entziehen, sei es durch aufstehen oder abschütteln. Auch ihr solltet die Temperatur-Entwicklung unter dem Handtuch im Auge behalten, indem ihr immer wieder eure Hand darunter haltet und es sofort abnehmt, wenn ihr merkt, dass es warm wird.

Kalt UND lecker? Hunde-Eis!

Und dann gibt es noch eine für den Hund sehr, sehr leckere Art der Abkühlung, nämlich Hunde-Eis! Dieses gibt es entweder zu kaufen oder ihr stellt es einfach selbst her. Dabei sind eurer Phantasie keine Grenzen gesetzt. Alles, was euer Hund mag und sich einfrieren lässt, ist dazu geeignet. Ihr könnt z.B. eine Masse aus Joghurt, Kokosraspeln und püriertem Obst zusammenrühren, diese in Eiswürfel-Formen geben und dann in den Gefrierschrank stellen. Fertig!

 

Wenn ihr einen kleinen Hund habt, dann füllt die einzelnen Mulden einfach nicht bis zum Rand und stellt kleinere Würfel her. Damit es keine Magenschleimhaut-Entzündung gibt, solltet ihr das Eis sowieso immer nur in kleinen Portionen an eure Vierbeiner verfüttern. So kann sich die Masse im Hundebäuchlein erstmal erwärmen, bevor das nächste „Eis-Bömbchen“ nachkommt. Durch das Eis fühlt sich der Körper übrigens dazu genötigt, dieses aufzuwärmen, wodurch ebenfalls wieder Wärme entsteht. Auch dies ist ein Grund, es nur sparsam zu verfüttern.

Joghurt-Eis in Pfötchen-Form

Im Internet gibt es tolle Backmatten aus Silikon in Pfötchen- oder Knochenform, falls euch einfache Eiswürfel zu schnöde sind. Mir z.B. sind sie das. Oder sollte ich lieber sagen: mein Auge isst schließlich mit :-) 

 

Habt ihr noch weitere Tipps für heiße Tage? Dann immer her damit, hinterlasst mir gerne einen Kommentar! 

 

Am Sonntag, den 13.08.17 findet ihr den nächsten spannenden Blog-Artikel auf dieser Seite! 

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                                                                                                 Sonntag, den 30.07.2017

Urlaub mit Hund im Salzburger Land Teil 3

Roßfeld Panoramastraße

Wieder einmal führte uns ein Ausflugs-Ziel zurück nach Deutschland. Nun, wir hatten einige Mühe, die mautpflichtige Straße zu finden. Und überquerten dabei gefühlte 100 Mal die Grenze zwischen Deutschland und Österreich. In welchem Land wir gerade waren, konnten wir immer nur daran erkennen, welche Farbe die Straßenbeschilderung gerade hatte. Weiß/Rot in Deuschland, Gelb/Rot in Österreich. Und unser Navi lotste uns derweil verzweifelt über Sträßchen und Feldwege im Berchtesgadener Land. 

 

Schließlich fanden wir sie dann aber doch, nachdem ich eine nette Dame nach dem Weg gefragt hatte. Und ja richtig, natürlich war die Strecke dorthin auch ausgeschildert... Es war ein sehr heißer Tag, wir hatten um die 30 Grad. Bei den Temperaturen ist man bei Unternehmungen mit Hund natürlich eingeschränkt, will man keinen Hitzschlag riskieren. Also schien uns die Fahrt im klimatisierten Auto genau das richtige zu sein. 

James auf dem kleinen Panoramaweg am Scheitelpunkt der Straße

Nachdem wir die 8 Euro (Pkw inkl. Personen) an der Mautstelle entrichtet hatten, ging es auch schon hinauf bis auf 1.600 m. Bereits während der Fahrt konnte man die Aussicht auf das Berchtesgadener und das Salzburger Land genießen. Die Hunde hatten in ihren Boxen freilich nichts davon. Aber dafür sind wir am Scheitelpunkt kurz mit ihnen ausgestiegen und über den Panoramaweg geschlendert. Bald hing den beiden aber die Zunge aus dem Mäulchen und so ging es zurück zum Wassernapf. 

George muss auch mal eben innehalten und die Aussicht genießen

Anschließend sind wir mit dem Auto weiter gefahren, es ging bergab bis kurz vor die zweite Mautstelle. Dort haben wir dann gewendet und es ging die gesamte Strecke nochmal zurück. Einfach toll, was wir dabei für Aussichten hatten! 

Freilichtmuseum Salzburg

Das Allerwichtigste zuerst: Hunde sind, an der Leine, erlaubt. Und was soll ich sagen... das Freilichtmuseum ist riiiiiiiesig, ganze 50 ha groß! Unmöglich, die 7 km Wegenetz an einem Tag zu schaffen! Über 100 Gebäude aus sechs Jahrhunderten gibt es dort zu sehen und eins interessanter als das andere. Unterteilt ist das Gelände in die Gebiete Flachgau, Tennengau, Pongau, Pinzgau und Lungau. Da unser Feriendomizil im Flachgau liegt, wollten wir uns die dortigen Häuser auf jeden Fall ansehen. 

James und Ingo vor einem der wunderschönen, uralten Häuser

Neben Wohnhäusern, Ställen, landwirtschaftlichen Geräten, Kapellen, Bienenhäusern, Scheunen, Bauerngärten und Mühlen gibt es auch eine Dorfkrämerei zu sehen, in der man wie in den 50er-Jahren einkaufen kann. Leider war sie beim Start unseres Rundgangs geschlossen und nach unserer Tour waren unsere Füße zu müde, um nochmal zu ihr zurückzukehren. 

George und ich in einer der prächtig geschmückten Kapellen

Natürlich gibt es auf dem Museums-Gelände auch einen tollen Biergarten, der darf in Österreich einfach nirgends fehlen. Dort kann man sich während der Besichtigung schön stärken, ob mit einer Hauptspeise oder einer Jause, kleinen Snacks oder Kuchen. Und die Hunde können sich im Schatten der alten Bäume wunderbar ausruhen. Im Hintergrund rumpelten derweil Kugeln über eine historische Kegelbahn - definitiv ein Spaß für Jung und Alt! 

George und ich in der Museumbahn - auch hier war der Beißkorb leider Pflicht

Sind die Füße dann platt und müde gelaufen, kann man sich mit dem Museumsbähnle über die Anlage fahren lassen. Dort ist - wie immer in Österreich - leider ebenfalls Beißkorb-Pflicht. Die Bahn ruckelt ziemlich beim Fahren, weshalb wir recht bald wieder ausgestiegen sind. Ansonsten war es aber ein wirklich toller Tag im Museum. Wenn wir hinterher auch ziemlich erschlagen waren von all den Eindrücken.

Mit Volldampf auf den Gipfel des Schafbergs

Und da ist es - das absolute Highlight unseres Urlaubs! Nie, nie, nie werde ich die Bilder vergessen, die ich seitdem im Kopf habe. Und die ich mir im Alltag immer wieder ins Gedächtnis rufe. Und Ingo geht es ganz genauso. Diese Aussicht auf Berge und Seen, einfach gigantisch, traumhaft, wohl kaum zu übertreffen! 

 

Gut, die Fahrt hoch und später wieder runter war für mich ziemlich nervenaufreibend. Die Bahn fährt auf sehr schmalen Schienen und die Waggons überragen diese natürlich zu beiden Seiten. Also sieht man nur einen steilen Abhang unter sich, wenn man aus dem Fenster sieht. Ganz schön hart, wenn man Höhenangst hat... 

Warten auf die Abfahrt - genau gegenüber liegt der Wolfgangsee, schöner kann man die Zeit nicht totschlagen

Und dann noch die Preise! Als Schwabe ist man da schon echt geschockt! Deshalb haben wir uns auch wirklich lange überlegt, ob wir uns dieses Erlebnis gönnen sollen: Berg- und Talfahrt pro Erwachsener 35,00 Euro, für die Hunde jeweils 16,00 Euro, macht zusammen 102,00 Euro. Für nur einen Ausflug. 

 

ABER: der Herr am Ticket-Schalter war sehr, sehr nett! Als er unsere beiden kleinen Hunde sah, kassierte er nur für einen Hund und vermerkte handschriftlich auf der Fahrkarte, dass diese für zwei Hunde gelte. Das hat uns total überrascht und natürlich riesig gefreut! 

"Schatz, fotografier mal mich und die Hunde vor der Bahn" - äh ja :-) Das Handy hat in der Sonne so gespiegelt, dass einfach nicht zu erkennen war, was mein lieber Gatte da geknipst hat

Auch hier mussten die Hunde aber wieder ihre Beißkörbe tragen, Größe hin oder her. Und darauf wurden wir am Einlass zur Bahn auch gleich freundlich hingewiesen. Da machen die Österreicher leider keine Ausnahme. 

George und James vor dem "Haus Schafbergspitze"

Oben angekommen, folgten wir dem Weg hoch zum "Haus Schafbergspitze". Wenn man schon in Österreich ist, muss man schließlich früher oder später einen Kaiserschmarrn essen. Und wo könnte man den mehr genießen als bei solch einer tollen Aussicht? 

Kleiner James vor großen Bergen

Obwohl wir außerhalb der Ferien auf dem Schafberg waren, ist da oben ziemlich viel los gewesen. Auch mussten wir 1,5 Stunden warten, bis wir unsere Bahn besteigen konnten. Trotzdem hat sich oben - außer im Biergarten - alles ziemlich verlaufen und wir konnten mit George und James gemächlich in 1782 m Höhe über die grünen Wiesen und Kieswege schlendern. Sogar ein freies Bänkchen haben wir gefunden, von dem aus wir den Blick über die Berge und Seen schweifen lassen konnten. 

Auch George genoss die Aussicht - was in einem solchen Moment wohl in seinem hübschen Hundekopf vor geht? Woran denkt er? "Toller Blick!" oder eher "Pansen-Eis wäre jetzt toll!"?

Damit endet meine kleine Artikel-Serie über unseren Urlaub im Salzburger Land. Schön war´s! Und wir werden auf jeden Fall irgendwann wieder dort hin fahren. Es gibt dort noch so viel zu sehen und zu erkunden, da reicht ein Urlaub bei weitem nicht aus. Wahrscheinlich auch nicht zwei oder drei. 

 

Über Kommentare von euch würde ich mich wieder sehr freuen! 

Nächste Woche Sonntag, am 06.08.17, erwartet euch hier der nächste Blog-Artikel. Der wird sich dann darum drehen, wie ihr euren Hunden die Hitze erträglicher machen könnt. Bestimmt ist auch für euch noch der ein oder andere Tipp dabei!

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Kommentare

  • Anwolf - Unterwegs auch mit Hund (Sonntag, 30. Juli 2017 20:22)

    Ja, das Salzburger und Berchtesgadener Land ist wirklich traumhaft, habe ja lustigerweise auch gerade darüber geschrieben 😉 Auf dem Schafsberg war ich noch nie. Bobby kann Maulkorb leider überhaupt nicht leiden. Die Erfahrung haben wir am Wolfgangsee auf dem Schiff gemacht. Wir mussten einen Maulkorb kaufen und Bobby hat sich direkt auf den Boden geschmissen und gewälzt, wollte keinen Schritt mehr gehen... Aber vielleicht wandern wir mal hoch. Die Aussicht ist ja wirklich fantastisch! Liebe Grüße von Andrea

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                                                                                                 Sonntag, den 23.07.2017

Urlaub mit Hund im Salzburger Land Teil 2

Abstecher nach Deutschland - der Königssee

Kaum in Österreich angekommen, da zog es uns zu einem kurzen Abstecher zurück nach "Good old Germany". Das Berchtesgadener Land mit seinem wunderschönen Königssee ist nicht all zu weit von Seeham entfernt, gerade mal knapp 60 km über die Autobahn. Apropos Autobahn, wenn man in Österreich auf selbigen unterwegs ist, dann darf man auf keinen Fall ein gültiges "Pickerl" vergessen!  

Wichtig: die Vignette gut sichtbar auf der Windschutzscheibe anbringen, sonst wird es teuer!

Wir machten uns nach dem Frühstück und einer kleinen Gassi-Runde gleich auf den Weg zum Königssee. Außerhalb der Ferien und unter der Woche war dort nicht all zu viel los und so konnten wir schon nach nur 20 Minuten unser Schiff besteigen. Wir entschieden uns, bis St. Bartholomä zu fahren, was uns pro Person 14,80 Euro und pro Hund 3,50 Euro kostete. Bei Kartenkauf bekommt man ein Schiff zugeteilt und stellt sich am entsprechenden Anleger an. 

 

Auf dem Schiff selbst ist es relativ eng. Für uns war es kein Problem, wir konnten George und James auf den Schoß nehmen. Für größere Hunde war teilweise etwas wenig Platz auf dem Gang, es fuhren aber trotzdem einige problemlos mit.

 

Die Fahrt über den 8 km langen, bis zu 1,25 km breiten und sage und schreibe 200 m (!) tiefen See war einfach traumhaft. Vorbei am Malerwinkel und am Königsbachfall, die "Schlafende Hexe" fest im Blick, gab es einen kleinen Zwischenstop an der Echowand. Das Wetter und damit die Voraussetzung für ein gelungenes Echo waren gut und so holte unser "Guide" seine Trompete hervor und gab eine kurze Melodie zum besten. Ein tolles Klangerlebnis! 

Der wunderschöne Königssee, St. Bartholomä ist schon gut zu sehen

Weiter ging es anschließend, entlang des Watzmann und seiner Familie, Richtung St.Bartholomä. Gleich nach der Kapelle strömten die meisten Besucher direkt zum Biergarten, während wir beschlossen, mit den Jungs erstmal den Panoramaweg auszukundschaften. Auf diesem breiten, ebenen Kiesweg, der zunächst am Wasser entlang und dann durch ein Wäldchen zurück zur Kapelle führt, kann man wunderbar die Aussicht über den See genießen. Sonderlich viel war hier nicht los und so war es für uns und die Hunde ein enspannter Spaziergang.

George und James werfen sich am Ufer des Königssees in Pose

Auch wir landeten am Ende des Weges im Biergarten und genossen dort vor der Rückfahrt noch eine Eis-Schokolade. Das Personal dort ist echt auf zack, wir wurden sehr zügig bedient und auch George und James bekamen eine große Schüssel mit Wasser vor die kleinen Näschen gestellt.

George genießt die Aussicht vom Schiff aus

Nachdem wir wieder in unserer Ferienwohnung angekommen und uns von all den Eindrücken erholt hatten, drehten wir abends noch mit unserer Hauswirtin und ihren Enkelkindern eine Runde durchs Seehamer Moor.  

Seehamer Moor

Ziemlich genau gegenüber unseres Ferienhofes führt ein Weg ins Seehamer Moor. Gut, dass wir ortskundige Begleitung dabei hatten, wer weiß, ob wir sonst je wieder dort hinaus gefunden hätten. Womöglich hätten uns die Moorgeister auf eine falsche Fährte gelockt... 

Mutig, mutig... George und James graut es im Moor vor gar nichts

So ein Moor ist unheimlich interessant anzusehen! Und wenn jemand auf dem weichen Boden herum hüpft, dann spürt man das auch noch, wenn man etliche Meter daneben steht. Außerdem wachsen überall Latschenkiefern und, was mir besonders gut gefallen hat und was ich zuvor noch nie gesehen habe: Wollgras. Die Jungs hatten für die besondere Flora natürlich keinen Blick, ihnen ist es wurscht, ob sie nun Wollgras oder ein normales Grasbüschel anpieseln, Hauptsache markiert :-) 

Wollgras mit seinen lustigen, weißen Büscheln auf der Spitze

Für uns war es jedenfalls ein sehr lehrreicher Spaziergang, da wir unterwegs einiges erklärt bekamen und Fragen stellen konnten. Anschließend durften wir uns dann noch am Melken der Hofkühe versuchen und so war es für uns und unsere beiden Buben ein ganz toller Urlaubstag, an dessen Ende wir alle müde in die Betten sanken.

Ingo beim Melken: Mühsam ernährt sich das Eichhörnchen...

Panoramaweg Haunsberg

Im Reiseführer entdeckten wir den Haunsberg Panoramaweg. Der Haunsberg wird als "Berg der schönen Blicke" betitelt und der Panoramaweg ist laut Prospekt in ca. 3 Stunden leicht begehbar. Er bietet einen tollen Ausblick auf das Salzburger Seenland und man kann bei klarer Sicht sogar die Festung Hohensalzburg in der Ferne erkennen. 

Einer der Aussichtspunkte auf dem Panormaweg - irgendwo in der Ferne liegt Salzburg

Immer wieder gibt es Aussichtspunkte, die einen den Blick in die Ferne schweifen lassen. Zudem finden sich einige Schautafeln entlang des Weges, die Erklärungen zur Geologie, der Landschaft oder den Wildtieren liefern. 

Wie immer sehr interessiert und äußerst belesen: George und James

Der Panoramaweg ist tatsächlich über weite Strecken bequem begehbar, allerdings kommt man nicht überall mit dem Kinderwagen durch. Was uns als Hundehalter besonders gefreut hat: Fahrräder sind verboten! Also keine Rowdies, die in dem Moment, in dem sie klingeln, schon an einem vorbei schießen - so macht Wandern mit Hunden richtig Spaß! 

James reitet auf einem Schweinderl, bevor es...
... über einen Trampelpfad und Stock und Stein wieder hinunter geht

Alles in allem war es ein wunderbarer, sehr entspannter Ausflug, bei dem uns nur wenige Menschen begegneten. Und die tollen Aussichten gab es noch dazu völlig umsonst und kostenlos, da freut sich der Schwabe :-)

Hellbrunner Wasserspiele

Für diesen Ausflug mussten wir uns wieder auf den Weg nach Salzburg machen. Entdeckt hatte ich dieses absolute Muss auf unserer "Das-wollen-wir-alles-sehen-Liste" in einer Fernseh-Reportage über das Salzburger Land. Und ich muss sagen, dieser Ausflug hat sich wirklich gelohnt, wir hatten so viel Spaß mit all dem Wasser und natürlich sind wir dabei auch ein kleines bisschen nass geworden.

Ingo und James vor Schloss Hellbrunn

Ich fange gleich mal mit den "harten Fakten" an: Der Eintritt kostete pro Person 12,50 Euro, für die Hunde mussten wir erfreulicherweise nichts bezahlen, keinen Cent, nix, nada! Bei Kartenkauf wird eine Tour-Nummer vergeben, denn ohne Guide kann man sich die Wasserspiele überhaupt nicht ansehen. Das hat auch einen guten Grund: Sämtliche Fontänen, Brunnen usw. werden nämlich von Hand betrieben, d.h. sie müssen ein- und ausgeschaltet werden. Und wie schön, dass wir von unserem Tour-Führer mit den Worten "Liebe Besucherinnen und Besucher, liebe Hunde!" begrüßt wurden. 

Aus dem Tisch und den Stühlen spritzt Wasser - nur ein Sitz bleibt trocken und auf dem saß der Fürsterzbischof

Geplant wurden die über 400 Jahre alten Wasserspiele samt Schloss von Markus Sittikus, seinerzeit Fürsterzbischof und wohl ein recht lustiger Geselle. Die Tour beginnt an seinem steinernen Tisch, an dem er mit seinen Besuchern gerne ein Glas Wein einnahm. Irgendwann erlaubte er sich mit diesen dann einen feuchtfröhlichen Scherz... in der Sitzfläche der Stühle befindet sich jeweils ein kleines Loch und es ist nicht schwer zu erraten, was dort in hohem Bogen heraus spritzte und für nasse Buxen sorgte. 

Einfach schnurstracks durch laufen, dann passiert nix! Außer, der Guide schaltet das Wasser ab, dann bricht alles über einen herein :-)

Es ist wirklich erstaunlich, was man mit Wasser alles machen kann. Da gibt es eine Grotte mit speziellen Pfeifen, die Vogelgezwitscher imitieren - alles betrieben allein durch Wasser! Außerdem eine Fontäne, die einen goldenen Kegel in die Lüfte hebt und damit Aufstieg und Niedergang symbolisieren soll. Auch eine kleine Stadt mit sich bewegenden Figuren und Musik ist zu sehen, ebenso wie zahlreiche Skulpturen, aus deren Mündern Wasser spritzt, wenn der Guide den entsprechenden Hebel betätigt.

 

Die Führung dauert ca. eine dreiviertel Stunde und es gibt wirklich jede Menge zu sehen und viele, viele Gelegenheiten, dabei auch noch nass zu werden. Kleiner Tipp: die Stellen meiden, die schon nass sind... wenn sie sich denn vermeiden lassen... und immer den Guide im Auge behalten :-)

Alle wieder trocken?

Zum Trocknen kann man anschließend noch eine schöne Runde durch den zum Schloss gehörenden Park drehen. 

Den dritten und letzten Teil zu unserem Österreich-Urlaub findet ihr am Sonntag, den 30.07.17 hier auf dieser Seite. Auch diesmal warten wieder tolle Ausflugsziele auf euch und eure Vierbeiner: Das Freilichtmuseum Salzburg, der Teufelsgraben in Seeham, die Rossfeld-Panoramastraße im Berchtesgadener Land und der absolute Höhepunkt unserer Reise - die Fahrt mit der Schafbergbahn! 

Wart ihr auch schon in Österreich, im Salzburger Land oder habt ihr vor, dort mit euren Vierbeinern hinzufahren? Dann hinterlasst gerne einen Kommentar! 

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Kommentare

  • Doxa (Montag, 24. Juli 2017 19:49)

    Hallo ihr Lieben,

    Das Salzburger Land sieht total klasse aus. Vor allem dass es dort so hundefreundlich zugeht, finde ich total klasse.

    Liebe Grüße,
    Doxa und die Cavaliermädchen

  • Antje (Pfotenduft) (Mittwoch, 26. Juli 2017 08:04)

    Hallo Doxa,

    ja, das war wirklich ein ganz toller Urlaub im Salzburger Land! Es waren ausnahmslos alle sehr, sehr hundefreundlich. Der einzige Wermutstropfen dort ist, dass die Hunde leider in allen öffentlichen Verkehrsmitteln, Gondeln, Bergbahnen, auf Schiffen etc. einen Maulkorb tragen müssen, unabhängig von der Größe. Aber wenn man sie bereits zuhause daran gewöhnt, dann ist auch das gut auszuhalten.

    Warte mal auf Teil 3, da kommt dann mein Bericht zur Schafberg-Bahn. Das war das absolute Highlight und die Jungs hatten dort oben auch ihren Spaß!

    Viele liebe Grüße,
    Antje

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Sonntag, den 16.07.2017

Urlaub mit Hund im Salzburger Land Teil 1

Ankunft

Wohin sollen wir denn dieses Jahr in den Urlaub fahren, das war die Frage. Eine Antwort war schnell gefunden, denn wir wollten ein Kontrastprogramm zum Norden, statt ans Meer in die Berge. Aber zu sehr in die Berge sollte es dann auch nicht gehen, schließlich sind wir keine geübten Alpinisten. Mein Mann Ingo hatte die zündende Idee: ab ins Salzburger Land, da ist er schon einmal durch gefahren, da ist es landschaftlich sehr schön, da wollte er schon immer einmal hin. 

 

Also Tante Google zu hundefreundlichen Unterkünften befragt und einen Bio-Bauernhof in Seeham gefunden, etwa 30 km von Salzburg entfernt und etwas außerhalb gelegen. Das war die perfekte Wahl, ein absoluter Glücksgriff! Sozusagen "Urlaub mit Familienanschluss": zur Begrüßung ein Stück Kuchen, tolle Ausflugstipps, gemütliches Zusammensitzen mit unseren Gastgebern bei selbstgemachtem Likör, ein entspannter Grillabend und das "Du" wurde uns auch alsbald angeboten - so muss Urlaub sein! Und George und James waren bei Groß und Klein gern gesehene Hofgäste. Sogar bei den Katzen, irgendwie...

Unsere Unterkunft auf dem Bio-Bauernhof; Hühner, Kühe und Hofkatzen gab es inklusive!

Nachdem wir uns in unserer Ferienwohnung eingerichtet hatten - man glaubt ja nicht, was man für zwei kleine Hunde so alles an Gepäck mitschleppen muss - haben wir den Abend mit einer gemütlichen Gassirunde und ersten Erkundungsgängen ausklingen lassen.  

 

In unmittelbarer Umgebung, etwa 20 Gehminuten vom Haus entfernt, gibt es z.B. die Kugelmühle Seeham. In dieser werden über einen Mühlstein grob behauene Steine zu Kugeln geschliffen. Ein sehr interessantes Schauspiel! Zumindest für uns. George und James standen recht teilnahmslos daneben und hatten eher Augen für den kleinen Wasserfall und den Bach, durch den die Kugelmühle angetrieben wird.

 

Die hübsch anzusehenden Kugeln gibt es übrigens in unterschiedlichen Größen z.B. in Seeham in der Touristen-Information als nettes, kleines Andenken zu kaufen. Hier gibt es eine pdf-Datei mit weiteren Informationen: 

http://www.teufelsgraben.at/Kugelmuehle/serrvusmagazin_08_2014.pdf

Die Kugelmühle in Seeham

Salzburg

Unser Urlaub im Salzburger Land begann, wie könnte es auch anders sein, mit dem Besuch der wunderschönen, an der Salzach gelegenen Stadt Salzburg. In unserem Reiseführer hatten wir uns schon einige Dinge ausgesucht, die wir uns anschauen wollten. Natürlich musste das auch mit den Hunden kompatibel sein - wir wollen ja schließlich nur dort hin, wo auch unsere beiden Jungs willkommen sind und mit dürfen. 

 

So führte uns unsere Tour erst einmal Richtung Getreidegasse, von dort durch das DomQuartier zur Hohensalzburg und zu guter Letzt zum Schloss Mirabell. Die Getreidegasse ist eine sehr pittoreske Einkaufsstraße mitten in Salzburg. Hier reihen sich wunderschöne, kleine, alte Häuser mit den unterschiedlichsten Läden und Angeboten direkt aneinander. Neben Drogerien finden sich Frisöre, Trachtenläden, Eisdielen, Schlüsseldienste, Souvenirläden, ein kaum als solcher erkennbarer McDonalds und vieles mehr. An den Hausfassaden sind Schilder und Zunftzeichen angebracht, die diese Einkaufsmeile zu etwas ganz besonderem machen.

 

Auch die traditionsreiche Konditorei Fürst ist hier zu finden - der Salzburger Konditor Paul Fürst erfand im Jahr 1890 die weltbekannte Mozartkugel, für welche er 1905 bei der Pariser Ausstellung mit einer Goldmedaille ausgezeichnet wurde. Und an dieser Stelle kann ich nur sagen: ganz klare Kaufempfehlung für die original Mozartkugel der Konditorei Fürst, dieses Geschmackserlebnis darf man sich nun wirklich nicht entgehen lassen! Für Hundemägen zwar gänzlich ungeeignet und bei Herrchen und Frauchen heißt es anschließend "once on your lips, forever on your hips", aber egal! :-)

James und Ingo in der Getreidegasse

Weiter ging es nun vorbei am DomQuartier, das mit zahlreichen Museen aufwartet. Da die für Hunde nicht zugänglich sind, haben wir nur im Vorbeigehen einen Blick auf die beeindruckenden, alten Gebäude geworfen. Dafür hatten wir etwas später noch eine wunderbare Aussicht auf diesen Teil der Salzburger Altstadt, doch dazu weiter unten mehr.

 

Auf unserem Weg Richtung Hohensalzburg kamen wir auch an der riesigen goldenen Kugel des Künstlers Stefan Balkenhol auf dem Kapitelplatz vorbei. Auf dieser steht in neun Metern Höhe eine männliche Figur und natürlich ist sie bei den Touristen ein beliebtes Fotomotiv, weshalb auch James und Ingo sich davor in Positur bringen mussten. 

König James vor seiner güldenen Kugel

Die Festung Hohensalzburg ist über die Festungsbahn oder zu Fuß erreichbar. Da in Österreich in sämtlichen Bahnen, Seenschiffen und Gondeln Maulkorbzwang für Hunde herrscht, entschieden wir uns für den "Aufstieg per pedes" und marschierten mit George und James tapfer bergauf. 

 

Oben angekommen dann die - kleine - Enttäuschung. Den Burghof kann man nur betreten, wenn man ein Ticket kauft. Die Dame an der Kasse erklärte uns, dass wir damit dann auch tatsächlich nur in den Festungshof, nicht aber in die Museen kämen, da diese mit Hunden nicht betreten werden dürfen. Das war uns natürlich bewusst, aber der Eintritt war uns dafür dann doch zu hoch, denn für zwei Erwachsene hätte sich dieser auf sage und schreibe 24 Euro belaufen. 

George und ich vor der Festung Hohensalzburg

Dank unseres Reiseführers wussten wir aber schon genau, wo wir diese 24 Euro stattdessen loswerden konnten - im Biergarten des Stieglkellers! Dieser bietet nämlich die beste Aussicht Salzburgs, von hier aus hat man einen wunderbaren Blick über die Altstadt. Und bei sehr moderaten Preisen und einer großen Portion "Hausgemachter Apfelstrudel mit allem Drum und Dran" kann man so richtig schön die Seele baumeln lassen (mit Vanille-Soße, Vanille-Eis und Schlagobers für gerade mal 5,50 Euro!). Die Hunde wurden ebenfalls bestens versorgt, denn unsere Bedienung servierte den beiden sofort und ohne Nachfragen eine Schüssel voll Wasser, was sich dann auch im Trinkgeld wiederspiegelte.

George und ich am Eingang zum Biergarten des Stieglkellers mit der Aussicht auf die Altstadt im Hintergrund und den Mozartkugeln der Konditorei Fürst in der Tüte

So gestärkt konnte es dann weiter gehen zum Schloss Mirabell. Auch da marschierten wir zu Fuß hin. Der Eintritt in den Schlossgarten ist kostenlos und Hunde dürfen an der Leine mitgeführt werden. Wir waren auch hier mehr als angetan von den vielen schönen Eindrücken, schlenderten über die Wege, vorbei an den Teichen und Blumenbeeten und genossen den blauen Himmel und die Sonnenstrahlen. Es war einfach traumhaft!

 

Und James -  als kleiner Cavalier King Charles Spaniel hatte er in grauer Vorzeit bestimmt adlige Vorfahren - befand das Schloss mit seinem Park vermutlich als eine für ihn nun endlich angemessene Umgebung. Jedenfalls lustwandelte unsere kleine Hoheit vergnügt über die schattigen, mit Hecken eingesäumten Wege und inspizierte gemeinsam mit George sein "neues Reich".

Ingo und die Buben vor Schloss Mirabell - Seele baumeln lassen bei freiem Eintritt und schönstem Wetter

Anschließend ging es wieder zurück Richtung Innenstadt und Parkhaus. Für heute hatten wir genug gesehen und sowohl George und James als auch wir beide waren fix und fertig und ziemlich fußlahm. Aber unser Urlaub mit den beiden Jungs war ja noch lange nicht zuende und so haben wir euch noch viele weitere tolle und spannende Dinge zu berichten, also freut euch auf Teil 2, der am Sonntag, den 23.07.17 online gehen wird! 

 

Eine kleine Anmerkung noch: wir genossen in der zweiten Maihälfte unseren Urlaub in Österreich, also außerhalb der Hauptsaison. Was die Sehenswürdigkeiten und Touri-Attraktionen betrifft, so war zwar überall schon einiges los, es war aber mit den Hunden noch absolut erträglich und gut zu bewerkstelligen. Außerdem haben wir alle Unternehmungen bereits morgens begonnen. Bitte bedenkt - vor allem in Bezug auf eure Hunde - dass in der Hauptsaison jedoch alles ziemlich überlaufen sein wird. Es ist daher mit langen Wartezeiten, viel Verkehr etc. zu rechnen und im Sommer kommt dann auch noch die Hitze dazu. Für einen Hund ist das dann garantiert nicht mehr angenehm und für den ein oder anderen wahrscheinlich sogar unerträglich. Bitte berücksichtig das bei eurer Urlaubsplanung, damit es auch für euren Hund schöne Ferien werden! 

 

Wart ihr auch schon in Österreich, im Salzburger Land oder habt ihr vor, dort mit euren Vierbeinern hinzufahren? Dann hinterlasst gerne einen Kommentar! 

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