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Erfahrungsbericht: Tractive® GPS Tracker

GPS Tracker? Wozu soll mein Hund das brauchen?

Wer auf Facebook aktiv ist, dem fallen sie immer wieder auf: viele, viele Posts mit Fotos von vermissten Hunden. "Mein Hund hört doch, wenn ich ihn rufe, der läuft doch nicht weg!" mögen jetzt garantiert einige von euch denken. Das ist wahr, unsere beiden Jungs sind auch noch nie weggelaufen und kommen sofort, wenn man sie ruft. Aber "Weglaufen" findet aus den unterschiedlichsten Gründen und Motivationen statt. Und selten haben sie etwas mit mangelndem Gehorsam zu tun.

 

Der eine ist jagen gegangen und kam nicht mehr zurück, der andere hat sich furchtbar erschrocken und ist in Panik davon, wieder ein anderer wurde von einem Auto erfasst und ist geflüchtet oder ein anderer Hund hat ihn vertrieben oder, oder, oder. Weglauf-Gründe gibt es viele, aber alle haben eins gemeinsam: Der Hund ist nun erstmal weg und die Sorge bei Herrchen und Frauchen riesengroß. Für mich wäre es jedenfalls die absolute Katastrophe, wenn George oder James nicht mehr auffindbar wären. 

George (Schulterhöhe 34 cm) und sein Tractive® am Halsband

Ist der Hund ohne Leine weg gerannt, dann ist das auf jeden Fall eine bessere Ausgangssituation, als wenn er mit einer Leine abhanden gekommen wäre. Das aber kann bei jagdlich motivierten Hunden, die an der Schleppleine laufen, recht schnell passieren. Nicht immer bekommt der Besitzer den Fuß schnell genug auf die Leine, um ihn am wegrennen zu hindern. Aber auch ängstliche Hunde, die in einem unachtsamen Moment erschrecken und dem Besitzer die Leine aus der Hand reißen, sind dann mit dieser im Schlepptau unterwegs.

 

Hunde, die mit einer Leine an Geschirr oder Halsband verloren gehen, haben schlechtere Karten, sich alleine durchzuschlagen oder einfach nach Hause zu laufen. Denn eine Leine kann sich z.B. im Wald oder auch in einem Feld verfangen. Und dann hängt der Hund und kann sich selbst nicht mehr befreien. Fatal, vor allem bei den derzeitigen Temperaturen. Der Hitze ausgeliefert und ohne Chance, sich irgendwo Kühlung und vor allem Wasser zu beschaffen. 

 

Egal, aus welchen Gründen und unter welchen Umständen der Hund nicht mehr da ist -  jetzt wäre es definitiv von Vorteil, er würde einen GPS Tracker tragen. Und deswegen haben George und James auch einen, immer am Halsband, immer dabei, wenn wir mit den beiden unterwegs sind. Sicher ist sicher, denn der Teufel ist manchmal ein Eichhörnchen... 

Das ist aber teuer! 

... mag der ein oder andere denken, wenn er sich auf der Website des Tractive®-Herstellers umsieht. Und ehrlich gesagt, war das auch mein erster Gedanke. Denn es muss ja nicht nur das Gerät angeschafft werden, sondern es fallen auch Mobilfunkgebühren an. Der Tracker funktioniert zum einen über GPS, zum anderen benötigt er aber auch das Mobilfunknetz, um mit der App und mit der Tractive-Website kommunizieren zu können. Anhand der App, aber auch anhand der Website kann der Besitzer sehen, wo sich sein Tier gerade aufhält bzw. die letzten 24 Stunden aufgehalten hat.

Anzeige auf dem PC - George und James sitzen zuhause (kleine Abweichung, weil sich der Tracker in einem Gebäude befindet)

Wir haben uns, da wir kleine Hunde haben und uns die Farbe schwarz besser gefällt, gleich für den Tractive® GPS2 entschieden. Er ist relativ klein (48x34x17 mm) und wiegt nur 29 Gramm. Das Gerät an sich kostet 79,99 Euro und ist für Tiere ab 3,5 kg geeignet. Dazu kommen die Mobilfunkgebühren, die sich je nach Variante auf 3,75 Euro oder 4,16 Euro pro Monat belaufen. Diese Gebühren werden alle zwei Jahre als Gesamtbetrag fällig, das wären dann also 89,90 Euro oder 99,90 Euro für jeweils zwei Jahre. Wichtig zu wissen ist, dass dieser Service jederzeit unterbrochen und wieder aktiviert werden kann. Es geht also kein Geld verloren, wenn man den Tracitve® nicht rund ums Jahr nutzen möchte.

Wie funktioniert das denn mit der App / Website?

Zunächst muss man sich die kostenlose App auf's Handy laden und den Tractive® am PC aktivieren. Wer mehrere Hunde hat, so wie ich, kann diese natürlich auch alle dort hinterlegen. Das ist total nett gemacht, weil man die Möglichkeit hat, Bilder seiner Hunde zu hinterlegen, so dass man sich die jeweilige Position mit einem kleinen Portrait anzeigen lassen kann s. Bild oben, Anzeige am PC). Die Registrierung an sich und die Zuordnung der einzelnen Haustiere ist total simpel und selbsterklärend. Und auch andere Familienmitglieder können sich die App auf ihr Smartphone laden, so dass immer alle Zugriff darauf haben, wo sich der geliebte Vierbeiner gerade aufhält. Und dann kann es auch schon losgehen! 

Anzeige des 24h-Verlaufs während unseres Urlaubs in Österreich

Der Tracker sendet regelmäßig die aktuelle Position an App und Website (laut Hersteller alle 5 bis 60 Minuten, je nach Bewegungsmuster des Tieres). Diese Punktmeldungen verbindet er miteinander, so dass die Strecke, die man auf App und Website angezeigt bekommt, nicht genau den Wegen entspricht, die der Hund tatsächlich gelaufen ist. Das dient dazu den Akku zu schonen und wenn man mit seinem Hund gemeinsam unterwegs ist, benötigt man ja auch keinen exakten Verlauf.

 

Ist der Vierbeiner abhanden gekommen, hat man die Möglichkeit, auf Live-Tracking umzuschalten und kann ihn so an seinem Handy in Echtzeit orten. Damit weiß ich dann ganz genau, wo sich mein Hund aufhält. Aber Achtung, eine kleine Einschränkung gibt es: in Häusern oder auch an Orten, an denen eine starke Abschirmung stattfindet (z.B. im dichten Wald oder zwischen hohen Gebäuden), kann das Signal etwas ungenau werden. Dies liegt in der "Natur" der GPS-Ortung, welche über mehrere Satelliten erfolgt. Auch wenn der Himmel stark bewölkt ist, kann es dabei zu Einschränkungen kommen. Aber zumindest weiß ich dann, in welchem Bereich mein Hund unterwegs ist und wo es daher Sinn macht, nach ihm zu suchen. So geht keine wertvolle Zeit verloren und der schmerzlich vermisste Vierbeiner ist hoffentlich schnell wieder da, wo er hingehört: Zuhause und in den Armen seiner Besitzer! 

Fazit: klare Kaufempfehlung!

Ich bin mit dem Tractive® rundum zufrieden! Mein Mann übrigens auch. Eigentlich hatten wir die Tracker nur für unseren Österreich-Urlaub angeschafft. Denn der absolute Super-GAU wäre es für uns gewesen, wenn

George oder James im Ausland abhanden gekommen wäre. Passiert ist das natürlich zum Glück nicht, aber wie ich bereits weiter oben schrieb: der Teufel ist ein Eichhörnchen! Auch zuhause tragen George und James deshalb jetzt bei den Gassirunden ihren Tractive®, welcher übrigens einfach am Halsband festgeklemmt werden kann. Wie gesagt, der Rückruf funktioniert und sie sind noch niemals weg gelaufen, aber der Tracker gibt uns einfach das Gefühl, im Falle eines Falles (der hoffentlich nie eintritt!) bestmöglich auf diese Situation vorbereitet zu sein. 

 

Was der Tracker allerdings niemals sein sollte, ist ein Freifahrtschein für Hunde, die jagen gehen und / oder nicht hören, so nach dem Motto "Ach, damit finde ich ihn ja auf jeden Fall wieder". Die Erziehung steht an oberster Stelle und darf auch mit Tracker keinesfalls vernachlässigt werden! Alles andere wäre verantwortungslos und unfair dem geliebten Vierbeiner gegenüber. 

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